Eine
Sonnenseite im wahrsten Sinne des Wortes sind die wenig gegliederten
Südhänge unter dem Roßkopf, den Telfer Weißen und den Wetterspitzen.
Die Dörfer Thuins, Ober- und Untertelfes sowie Dutzende Einzelhöfe
bestätigen vorzüglichen klimatischen Voraussetzungen für die
Besiedlung und Bewirtschaftung der sonnigen Leiten. Uns Wanderfreunde
laden sie ein, eine der schönsten bäuerlichen Kulturlandschafen
Südtirols kennenzulernen. Asphaltierte Zufahrtsstraßen ersetzen
zwar über weite Strecken die Wanderwege. Da sie nur wenig
befahren werden und zum Großteil recht landschaftsschonend
angelegt worden sind kann man das Fehlen eines durchgehenden
Wanderweges verschmerzen, auch wenn ein solcher sehr wünschenswert
wäre. Varianten für die Routenwahl sind möglich, die Orientierung
ist immer problemlos, die Fahrwege sind auch im Winter geräumt.
So lohnt sich die Erwanderung dieser Kulturlandschaft das
ganze Jahr über, auch bei Regen und Kälte. Lediglich der Anschlußsteig
von den Mareiter zu den ridnauner Höfen verlangt bei Schnee
und eis Vorsicht, erzwingt manchmal auch die Umkehr.
Wegbeschreibung:
An den Militärkasernen vorbei zum Sterzinger Ortsteil Vill,
über die Autobahn zum Ansitz Löwenegg (Kindergarten) und weiter
nach Thuins. Am westlichen Ende des Dorfes folgt man einem
Traktorweg in die Thuiner Wiesen hinaus und an der ersten
Abzweigung nach rechts dem bezeichneten Fußweg nach Obertelfes.
Nun auf der Straße nach Untertelfes und durch Wiesenhänge
Richtung Ridnaun hinein. Die mit Mareit ausgeschilderten Abzweigungen
nach links läßt man außer acht, ebenso die nach rechts abzweigenden
Straßen zu den höchsten Höfen. Hoch über dem innersten Teil
der Achenrainschlucht, gegenüber der Knappenkirche St. Magdalena,
verbindet ein Steig durch steile Wiesen und Gräben die Mareiter
Höfe mit jenen von Ridnaun.