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Stadt Sterzing
Der Wallfahrtsort Maria Trens
Der Wallfahrtsort Maria Trens

Der Ort selbst kommt schon im neunten Jahrhundert urkundlich unter dem Namen "Torrentes", später Trentes oder Trenses vor; wann aber hier die erste Kirche erbaut worden ist und die Wallfahrt aufzublühen begann, liegt im Dunkeln. Ein kleines Freskenmedaillon in der heutigen Pfarrkirche (gemalt von J. B. Oberkofler) zeigt die Legende von der Entstehung der Wallfahrt: Ein bauer findet unter dem Geröll einer Mure unversehrt eine Marienstatue. Am Ort dieses wunderbaren Ereignisses steht heute noch die Auffindungskapelle neben dem neuerbauten Kulturhaus. Der Bauer trug das Marienbild in sein Haus und verehrte es zusammen mit seiner Familie. Doch am nächsten Tag war es verschwunden. Nach längerem Suchen fand man die Figur in der neben der Pfarrkirche stehenden quadratischen Dorfkapelle. Bald kamen viele Beter, und so entstand die Wallfahrt.

Jedenfalls wird im Jahre 1345 zu Avignon ein Ablaß zum Bau einer Marienkirche in Trens verliehen, und 100 Jahre später war die Wallfahrt bereits in hoher Blüte, wie unter anderem auch die überlieferte Gebetserhörung eines Waffenschmiedes aus Trient bezeugt.

Der Ruf Unserer Lieben Frau von Trens war bald über Täler und Berge und weit über das ganze Land hinaus gedrungen und zog immer wieder zahlreiche Menschen an, die in ihren Sorgen und Nöten wunderbare Erhörung fanden.

Im Jahre 1489 wurde die jetzige Kirche unter Pfarrer Johannes Aerb von Stilfes (Trens unterstand bis zum Jahre 1939 der Erzpfarre Stilfes) um den Chor erweitert, in den Jahren 1753/54 barock umgestaltet und vom Maler Adam Mölckh mit zahlreichen Gemälden geziert. Schon in den Jahren 1726/27 ist eine eigene Gnadenkapelle errichtet worden, die am Ostermontag, dem 29. März 1728, vom Brixner Weihbischof Ferdinand Josef von Sarnthein geweiht wurde.

Am darauffolgenden Tag fand die feierliche Übertragung des Gnadenbildes in einer großen, ehrwürdigen Prozession statt. Diese wurde auf einer kulturhistorisch höchst interessanten Tafel bildnerisch festgehalten.

Das Gnadenbild selbst, aus Zirbelholz geschnitzt, die Rückseite gehöhlt, zeigt Maria, gekrönt mit einen kleinen Diadem, bekleidet mit einem blümchenverzierten Mantel. Sie hält das Kind in den Armen, das mit seiner linken Hand nach dem weißen Schleier der Mutter greift., die Rechte ausgestreckt zu den Pilgern und diese milde anlächelnd.

Der Bildschnitzer, der die Marienfigur etwa um 1470 geschaffen hat, stand unter dem Eindruck des 1458 fertiggestellten Flügelaltares von Hans Multscher in der Sterzinger Pfarrkirche "Unsere Liebe Frau im Moos". Das Gnadenbild hat eine einfach, edle Haltung und besonders das Haupt der Gottesmutter einen wunderlieben Ausdruck.

In den vier Feldern der laternengekrönten Kuppel der Gnadenkapelle sind Darstellungen aus dem Marienleben festgehalten, gemalt vom gebürtigen Trenser Innozenz Wärath (oder Barat). Die Kapelle ist auch reich mit plastischem Schmuck ausgestattet. Auf dem Gesims über dem Gnadenaltar sind vier liegende Gestalten, darstellend die Vorahnen Mariens, Adam, Noe, Joachim, David, sowie vier Engel, geschnitzt von Josef Conradin Wieser.

Die Malereien im Kirchenraum stellen dar (was Maria betrifft): über dem Hauptaltar die Aufnahme Mariens in den Himmel, indes die Apostel neben dem Tempel der Mondgöttin Diana von Ephesus allein zurückbleiben (Patrozinium - 15. August).

Über dem Sängerchor ist das Bild der Verehrung Mariens durch die vier Erdteile (das Roß der Europa trägt einen rotweißroten Bindenschild als Schmuck). Zu Seiten dieses Freskos sind Elias mit dem feurigen Himmelswagen und eine erscheinung Mariens, die Pilgern zuteil wird. An der Westseite des Turmes ist, für die Wallfahrer weithin sichtbar, ein weiteres Freskobild von Mölckh angebracht, das Maria, verehrt von zwei Heiligen, in Lüften schwebend zeigt. Außerdem finden wir über dem Hauptportal eine Sandsteinmadonna von Niklas Thüring.

Das Einzugsgebiet der Wallfahrt ist heute größer, wie die Tafeln und beschrifteten Kerzen bezeugen. Der 1984 verstorbene Volkskundler Dr. Peter Stürz schreibt 1978: "Unzählige Menschen aus der nahen Umgebung und aus weiter Ferne sind im Laufe der Jahrhunderte zur Gnadenmutter nach Trens gepilgert. Sie sind gekommen, um in großer leiblicher und seelischer Not, Hilfe und Trost zu finden oder nach glücklicher Erhörung ihren Dank abzustatten."

[STADT STERZING]


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